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Woher kommen eigentlich die preise für Fotografen? 🤔

Aktualisiert: 7. Dez. 2025

"Das ist aber ganz schön teuer für ein paar Fotos". "200€ für ein paar Bilder? Du hast ja einen guten Stundenlohn". "Du musst doch nur auf einen Knopf drücken. Dann frage ich lieber meine Freundin, bei deinen Preisen".

Ja, das alles sind Sätze, die ich entweder selbst schon gehört habe oder die ich in in Nachrichten oder Kommentaren bei anderen Kolleg:innen gesehen habe.


Und ich muss auch zugeben: Ich verstehe tatsächlich, woher diese Sätze kommen, wenn man nicht so richtig in der Materie steckt. 200 Euro sind für die meisten von uns viel Geld für "ein paar schöne Fotos". Aber lasst uns doch gemeinsam mal ein wenig genauer hinter die Kulissen schauen und ich erkläre dir, wie sich die Kosten für mich als Fotografin wirklich zusammensetzen.


Denn, anders als viele glauben, nehmen wir Fotograf:innen nicht einfach nur eine Kamera in die Hand, klicken ein paar Mal und dann wandern diese Bilder genau so in deine Bildergalerie. Und selbst wenn dem so wäre, woher kommt die Kamera? Wer finanziert das Programm mit der Onlinegalerie? Und woher weiß ich überhaupt, was ich tue?

So wie in den meisten anderen Berufen, zahlen auch wir Fotograf:innen für hochwertiges Equipment, Versicherungen, pflegen eine Website, fahren zu Locations, investieren Zeit und Geld in Weiterbildungen und verbringen unzählige Stunden vor dem Rechner, um jedes Bild in seiner besten Version erstrahlen zu lassen.



Und wenn wir uns diese Bilder einmal so anschauen, dann fehlt noch die wichtigste Komponente, die meine Kund:innen an mir als Fotografin so schätzen: Eine riesige Portion Herzblut - in den fertigen Ergebnissen und hinter der Kamera. Denn jedes Shooting bedeutet für mich mehr, als nur eine reine Dienstleistung. Ich halte Momente fest, die in dieser Form so nie wiederkommen.

Das letzte Bild von deinem Seelenverwandten auf vier Beinen. Die ersten gemeinsamen Familienfotos mit einem neuen Menschlein. Die zärtliche Umarmung zwischen zwei Menschen, die ihre Liebe feiern.


Wenn wir also gemeinsam über Preise sprechen, dann sprechen wir hier über Momente und Erinnerungen, die für euch als Kund*innen unbezahlbar werden. Und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen, wen man für diese unbezahlbaren Erinnerungen engagiert. Reichen vielleicht die verwackelten Handyfotos der Freundin, die nach dem 5. Bild schon langsam die Augen verdreht? Oder sucht man sich einen Profi, der genau das umsetzt, was man sich vorstellt? Vielleicht wird es dir nach diesem Blog-Artikel etwas leichter fallen, dir all diese Fragen zu beantworten.

Die laufenden Kosten - Das unsichtbare Fundament der Fotografie


Auf den ersten Blick sieht man als Kund:in nur die Kmaera in der Hand und vielleicht noch ein schönes Studio oder die Location. Was man als Laie jedoch kaum wahrnimmt: Fotografie bedeutet ständige Investitionen im Hintergrund, damit jedes Bild am Ende auch wirklich professionell aussieht. Lasst uns doch also mal über echte Zahlen sprechen.


📸 Kamera- und Objektivanschaffungen:

Eine Profi-Kamera mit Objektiv kostet oft mehr als ein Urlaub oder ein gebrauchtes Auto. Und hier sprechen wir leider über keine einmalige Anschaffung, die für die nächsten 10 Jahre abgedeckt ist. Technik verschleißt, muss repariert werden, geht kaputt oder muss nach wenigen Jahren erneuert werden, weil der Fortschritt uns so rasant nach vorne bringt.

Meine Kamera, die Canon EOS R8 ist noch eines der "günstigereren" Modelle auf dem Markt und hat mich in der Anschaffung rund 1.500€ gekostet. Mein liebstes und meist verwendetes Objektiv, das 135mm Sigma Objektiv, findet man im Internet für 800€ bis 1.200€. Dazu kommen dann noch die anderen drei Objektive in meinem Kamerarucksack.


💻 Software und Lizenzen:

Meine Bildbearbeitung läuft nich einfach mit einer gratis App aus dem Internet. Um den höchsten Standard liefern zu können, nutze ich Photoshop und Lightroom und Premiere Pro für die Videobearbeitung. Das gesamte Abo der Adobe Creative Cloud (Standard) kostet mich monatlich 61,95€. Dazu erstelle ich die passenden Auswahlgalerien mit meinem Programm für 8€ monatlich. Als Zusatzleistung erstelle ich für andere Unternehmen Wasserzeichen & Logos und nutze dafür Canva Pro (12€ monatlich) und Procreate (einmalig 15€). Alle Preise könnt ihr selbstverständlich auch dem Internet entnehmen.


🧾 Versicherungen und Steuern:

Ob Kamera-Versicherung, Hapftpflicht oder Einkommenssteuer - all das gehört auch für uns mit zum Arbeitsalltag, auch wenn es nach außen hin nicht sichtbar ist.


👩🏽‍💻 Marketing und Website:

Um überhaupt gefunden zu werden, braucht es Werbung, eine funktionierende Website, Hosting und manchmal auch Anzeigen auf Social Media. Dazu kommen die Print Produkte, wie Visitenkarten, Flyer, Werbeplakate usw. Meine Website läuft über das Baukastensystem Wix, mit der ich meine Website selbstständig erstellt habe. Die günstigste Variante kostet 16,66€ monatlich. Ausgenommen ist hier natürlich meine eigene Arbeitszeit.


👜 Alles Andere:

Und weil ich auch bei meinen Shootings einen bestimmten Status Quo erreichen möchte und euch nicht nur mit dem Mindesten abspeise, kommt natürlich noch einmal eine ganze Batterie an Equipment dazu. Kamerarucksack, Stativ, Requisiten für eure Shootings, 1. Hilfe Artikel für den Fall der Fälle, kleine und große Foto Geschenke, Speicherkarten, Akkus, externe Festplatten und und und.


All diese Kosten laufen nicht nur im Hintergrund mit, nein. Sie sind der Grundstein dafür, dass ich als Fotografin zuverlässig arbeiten und euch die Qualität liefern kann, die ihr von mir erwartet. Hinter einem einzigen Shooting steckt also eine ganze Infrastruktur, die mich jeden Tag Geld kostet - ganz egal, ob ein Auftrag reinkommt oder nicht.


Zeitaufwand und Bildbearbeitung - Der Hauptteil eines jeden Shootings


Nach der Bildbearbeitung
Nach der Bildbearbeitung

Vor der Bildbearbeitung
Vor der Bildbearbeitung


Viele Kund*innen denken, dass es sich dann nach der einen Stunde tatsächlichem Fotografieren mit dem Shooting getan hat. Doch was die Wenigsten sehen: Die eigentliche Arbeit beginnt erst nach dem Shooting. Ein Shooting von einer Stunde für euch, bedeutet nicht automatisch auch eine Stunde für mich.


Selbst vor dem Shooting gibt es einige Aufgaben zu erledigen, damit das Ganze auch alles reibungslos verläuft. Dazu gehören:


  • Planung & Kommunikation: E-Mails, Telefonate oder Online-Meetings, in den Wünsche abgesprochen, Locations gesucht, Outfits abgestimmt, Rechnungen & Verträge vorbereitet und meine kleinen Hilfs-PDFs an euch verschickt werden

  • Anfahrt & Vorbereitung: Fahrtzeit zur Location, Kamera checken, Akkus laden, Speicherkarten entleeren, Rucksack & Requisiten packen


Nach dem Shooting geht es dann erst so richtig los:


  • Bildsichtung: Hunderte Fotos werden gesichtet, ausgewählt und sortiert - dieser Schritt dauert am längsten und kann, je nach Größe des Projekts, Stunden oder auch Tage an Arbeitszeit in Anspruch nehmen

  • Grundbearbeitung: Jedes Bild wird grundoptimiert und vorbearbeitet und anschließend als Auswahlgalerie für euch hochgeladen

  • Feinbearbeitung: Farben, Helligkeit, Hauttöne, störende Details usw. werden final angepasst und aus eurem Rohdiamant wird durch Feinschliff ein echtes Kunstwerk - auch hier sind wieder mehrere Stunden Arbeitszeit einzuplanen

  • Datenverwaltung & Sicherung: Alle Bilder werden archiviert und auf verschiedensten Festplatten gespeichert, damit auch nichts verloren geht


Rechnet man das alles zusammen, kommt man schnell mal auf mindestens 10 Stunden Arbeitszeit, die für ein einstündiges Shooting wirklich anfallen. Der größte Teil unserer Arbeit passiert also hinter den Kulissen, ganz unsichtbar für die Kund*innen, aber entscheident für das Endergebnis. Und genau hier liegt der Unterschied zwischen Schnappschuss und professioneller Fotografie: Nicht die Kamera macht das Foto, sondern die Zeit, die Liebe zum Detail und mein Anspruch, aus jedem Bild etwas Besonderes zu machen.

Erfahrung & Können - mehr als nur den Auslöser drücken


"Mit einer guten Kamera kann doch jeder schöne Fotos machen". Auch ein Satz, den ich schon gelesen habe. Aber das ist genau so, als würde man sagen "Mit einem scharfen Messer kann jeder ein Sternekoch werden". Die Kamera ist lediglich das Werkzeug. Entscheidend ist, wer sie in der Hand hält.

Als Fotografin investiere ich nicht nur in die entsprechende Technik, sondern auch in jahrelange Erfahrung und ständige Weiterbildung.


  • Umgang mit Licht: Wann ist das Licht am schönsten? Wie vermeide ich harte Schatten? Wie setze ich künstliches Licht so ein, dass es am Ende gut aussieht?

  • Bildaufbau: Den perfekten Moment erkennen, den richtigen Winkel wählen und kleine Gesten sehen, die später große Emotionen transportieren.

  • Menschenkenntnis: Familien mit Kindern und/oder Tieren benötigen besonders viel Fingerspitzengefühl, Geduld und oft auch kleine Tricks, damit sich alle wohlfühlen und die Bilder schön werden.

  • Technisches Know-how: Kameraeinszellungen, die richtige Objektivwahl, Bildbearbeitung - alles muss sitzen, auch wenn das Wetter plötzlich kippt oder der Hund nicht stillsitzen kann.


All diese Fähigkeiten entstehen natürlich nicht über Nacht. Sie sind das Ergebnis von unzähligen Stunden Arbeit, Fehlschlägen, Workshops, Übungs- und Testshootings und natürlich Leidenschaft. Unsere Kund*innen investieren also in unser gesamtes Wissen, unsere Erfahrung und die Sicherheit, dass am Ende auch wirklich tolle Ergebnisse entstehen.

Die emotionale Komponente - Warum Fotos eigentlich unbezahlbar sind


Am Ende sind aber selbst Kosten, Zeitaufwand und Technik nicht das, worum es bei der Fotografie eigentlich geht. Es geht um Momente, die nie wieder zurückkommen.

Ein Foto ist mehr, als nur ein Bild. Es ist ein kleines Stück, deiner Geschichte.


Das Lächeln eines Kindes, das heute noch voller Zahnlücken ist, aber schon ein paar Monate später ganz anders aussehen wird. Der Hund, der treu in die Kamera schaut und dessen Fotos Jahre später später zu unseren wertvollsten Erinnerungen werden. Die Umarmung zweier Menschen, die vielleicht an ihrem Hochzeitstag aufgenommen wurde. Ein Augenblick voller Liebe, der immer wieder gespürt werden kann.


Solche Momente sind flüchtig. Sie passieren und sind in der nächsten Sekunde schon wieder vorbei. Doch auf einem Foto bleiben sie erhalten. Nicht nur für uns, sondern auch für die Generationen nach uns.

Genau deshalb sind professionelle Fotos so wertvoll: Sie halten nicht nur fest, wie etwas ausgesehen hat, sondern auch, wie es sich angefühlt hat.


Wenn du selbst schon länger überlegst, dir oder deiner Familie oder aber deinem tierischen Begleiter ein Fotoshooting zu gönnen, dann warte nicht auf den "perfekten Zeitpunkt". Die schönsten Momente passieren genau jetzt.



Nimmt man all diese Aspekte zusammen - die laufenden Kosten, die vielen unsichtbaren Stunden am Rechner, die Expertise und die emotionale Bedeutung der Bilder, wird schnell klar: Fotografie ist mehr, als nur "ein paar Bilder machen".

Was Kund*innen am Ende bekommen, ist kein Produkt, das man einfach im Laden kaufen kann. Es sind Erinnerungen, Emotionen, Geschichten, die ein Leben lang bleiben.


Bist du Fotograf oder eher ein potenzieller Kunde? Wie siehst du das alles? Lass mir doch gern mal deine Meinung da oder ein kleines Herz, falls du das alles nun besser nachvollziehen kannst.

Teile den Beitrag doch auch gern mit deinen Freunden oder deiner Familie, um dein neues Wissen zu teilen. Ich würde mich freuen, wenn du auf meiner Website oder meinem Instagram Kanal vorbeischaust (@photography_by_shirin). Und vielleicht hören wir ja schon bald voneinander oder sehen uns bei deinem Shooting Termin. 🫶🏻 Bis dahin,

Deine Shirin 📸

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